Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen ausbauen

Wie Win-win-Situation für beide Seiten entstehen

ak schule-wirtschaftDer Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT ist Bindeglied zwischen halleschen Schulen und den Unternehmen vor Ort. Ziel ist, zwischen beiden Parteien einen Dialog herzustellen und die Zusammenarbeit zu stärken. Als Partner profitieren Schulen wie Unternehmen. Unternehmen können den Unterricht – sei es Technik, Wirtschaft, Chemie, Physik oder Geografie – oft zielgerichtet mit Beispielen aus der Praxis untermauern und damit die Theorie anfassbar machen. Das unterstützt die Lehrkräfte außerdem. Nebenbei präsentieren sich die Unternehmen auch als potenzielle Ausbildungsbetriebe und können in diesem Zusammenhang um Nachwuchskräfte werben. Eine Win-win-Situation für beide. Das sieht auch Volker Torgau, Techniklehrer an der Sekundarschule „August-Hermann-Francke" so. Er erklärt, wie Schulen und Unternehmen näher zusammenrücken können.

 

Herr Torgau, viele Lehrer wünschen sich Unterstützung dabei, Lehrstoff abwechslungsreicher zu vermitteln. Was können Unternehmen beispielsweise zu einem interessanten Technikunterricht beitragen?
Sie können uns sowohl fachlich als auch sächlich unterstützen. Dazu gehören für mich Expertengespräche oder Besuche in den betrieblichen Einrichtungen. Sächlich wünsche ich mir die Dinge zu bekommen, die die Kommune nicht bereitstellen kann. Das sind neben Halbzeugen auch bessere Werkzeuge, Bausätze oder Fertigungsbeteiligungen. So erhalte ich von der INDU LIGHT Produktion & Vertrieb GmbH zugeschnittenes Plexiglas, was ich auf dem Baumarkt gar nicht bekommen würde. Uns ist aber auch mit gebrauchtem Werkzeug geholfen, weil unsere Erstausstattung nicht ausreichend ist.

Wie bekommen Unternehmen am besten Kontakt zu Schulen, wenn sie den Unterricht unterstützen möchten?
Ein vernünftiger Weg geht über die Schulleitung oder bekannte Lehrer. Leider werden so nicht alle Schulen erreicht, weil die schulischen Interessenlagen sehr unterschiedlich sein können. Meine Schulleitung ist zum Glück von der Wichtigkeit eines guten Technikunterrichts überzeugt. Weitere Möglichkeiten sind landesweite Initiativen und ein wenig „freiwilliger Zwang".

Was erwarten Schulen von solchen Partnerschaften?
Eine kontinuierliche Zusammenarbeit, die von beiden Seiten kommen muss. So können wir nicht immer nur von den Unternehmen fordern, sondern müssen unseren Unterricht und den Erziehungsauftrag soweit entwickeln, dass wir Fachkräfte für die Zukunft bilden.

Hier setzt die Arbeit des AK SCHULEWIRTSCHAFT ganz praktisch an. Unter anderem entwickelt die Arbeitsgruppe „Ökonomische Bildung" derzeit eine Plattform, die Lehrkräften einen Überblick über unterrichtsbegleitende Angebote von Unternehmen in Halle und dem Saalekreis geben soll. Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur verbesserten Kooperation von Schulen und Unternehmen. Verfügbar sein soll die Plattform ab dem neuen Schuljahr 2017/2018.

Übrigens: Die „Jobperspektive mit Energie" unterstützt den Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT nicht nur bei der Erarbeitung der geplanten Plattform. Die Stadtwerke Halle GmbH, die envia Mitteldeutsche Energie AG und die bildungszentrum energie GmbH füllen das Onlineportal, neben vielen weiteren Unternehmen, mit eigenen Angeboten. Besonders im Fokus steht dabei ein praxisorientierterer Technikunterricht.


Der nächste Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Halle (Saale) findet am 06.06.2017 von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt. Veranstaltungsort: GP Günter Papenburg AG, Berliner Str. 239, 06112 Halle (Saale).


Mehr Informationen: www.verantwortung-halle.de


Kontakt:

Verantwortungspartner für die Region Halle
Sprecherin: Angela Papenburg
Waisenhausring 1a, 06108 Halle (Saale)
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