Großer Aufwand, der sich lohnt!

kgs humboldtSchulprojektwochen bieten themenspezifische Abwechslung zum Frontalunterricht
Schulprojektwochen werden von Lehrkräften und deren Kooperationspartnern mit einem großen Aufwand organisiert. Und jedes Jahr überlegt man sich aufs Neue, ob es das wert war. In den meisten Fällen zeigt sich aber schnell, dass sich das Engagement gelohnt und für alle Beteiligten einen Zugewinn gebracht hat.

Cornelia Adam ist Didaktische Leiterin der Kooperativen Gesamtschule „Wilhelm von Humboldt“ in Halle (Saale). Sie organisiert u. a. Projektstunden und -wochen für den gymnasialen Zweig der Schule und hat in diesem Jahr die zweite Schulprojektwoche „Technikwerkstatt“ erfolgreich gemanagt. Bei einem Blick hinter die Kulissen verrät sie, welche Effekte diese Art von Lernangeboten mit sich bringen und welche Hürden es zu überwinden gilt.

Frau Adam, warum bieten Sie Ihren Schülern gerade eine Schulprojektwoche zum Thema „Technik“ an?
Die Schulprojektwoche „Technikwerkstatt“ richtet sich an unsere neunten Klassen des Gymnasiums. Egal, ob unsere Schüler später studieren oder eine Lehre beginnen, für ihre Studien- oder Berufswahl spielen heutzutage Berufe im MINT-Bereich eine wichtige Rolle. Leider kommt der Technikunterricht am Gymnasium zu kurz. Gerade einmal eine Stunde pro Woche wird Computerunterricht für die siebten und achten Klassen angeboten – mehr nicht. Aus diesem Grund war es mir ein besonderes Anliegen, durch eine Projektwoche die womöglich verborgenen Interessen und Fähigkeiten unsere Schülerinnen und Schüler herauszukitzeln bzw. zu wecken. Die vielfältigen Projektangebote geben dabei nicht nur Einblicke in die Praxis. Unsere Partner bereiten die Kurse sehr spannend auf und am Ende haben die Jugendlichen meist etwas in der Hand, das sie auch zu Hause vorzeigen können. Immerhin geht es in so einer Woche nicht nur um Berufsorientierung, sondern auch um Spaß und Freude.

Welche positiven Erfahrungen ziehen Sie aus der „Technikwerkstatt“?
Aus der Schulprojektwoche heraus konnten wir Synergieeffekte schaffen, indem wir ein Netzwerk mit den beteiligten Unternehmen und Institutionen geknüpft haben. Somit ist nicht nur die „Technikwerkstatt“ langfristig auf stabile Beine gestellt, sondern es wurden auch zusätzliche Ganztagesangebote initiiert. Beispielsweise gibt es einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule Merseburg. Auch Projekte und Ganztagsangebote  wie Lego-Robotik finden nun auch neben der Projektwoche an unserer Schule statt.

Worin lag bzw. liegt die Herausforderung bei der Organisation und Durchführung der Schulprojektwoche?
Zum einen ist es natürlich schon eine Herausforderung, Kurse für rund 60 Schüler zu organisieren. Hier arbeiten wir eng mit Professor Elke Hartmann vom SalineTechnikum zusammen, die uns bei der Suche nach geeigneten Partnern tatkräftig unterstützt. Sie trifft alle Absprachen. Das ist für uns eine immense Erleichterung. Für die Schule an sich gehört vor allem die frühzeitige und kontinuierliche Einbindung der Eltern zur Hauptaufgabe. Erfahrungsgemäß wollen sie bei allen Belangen „mitgenommen“ werden. Wir organisieren aus diesem Grund zu Beginn des ersten Halbjahres Elternabende, die gezielt die Schulprojekte thematisieren und Raum für Fragen und Anmerkungen lassen. Die Kommunikation mit den Eltern ist das A und O! Im Vorfeld finden außerdem Tutorenstunden statt, um auch unsere Lehrkräfte und Schüler auf das Vorhaben vorzubereiten.

 

Weitere Informationen und Kontakte:
Kooperative Gesamtschule „Wilhelm Humboldt“
Didaktische Leiterin Cornelia Adam
Lilienstraße 19
06122 Halle (Saale)
Tel.: 0345 4788229
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