Mit solider Ausbildung zum Erfolg

schwerpunkt 15 2Ist eine solide Berufsausbildung Start oder Endpunkt für eine erfolgreiche berufliche Karriere und die Uni der einzige Weg nach erfolgreichem Abitur? Lesen Sie Antworten dazu, hier.

 

Schule, Uni, Glück? Überfüllte Hörsäle, arbeitsuchende Akademiker und sich neu orientierende Studienabbrecher verpassen diesem Bild schon seit längerem Risse. Eine Berufsausbildung wird häufig nicht als Start, sondern Hindernis für eine spätere Kariere angesehen. Dass ein erlernter Beruf eine perfekte Karrierebasis bilden kann, zeigen viele Managerbeispiele aus der Wirtschaft.

Genau deshalb wird der Berufsorientierung auch an Gymnasien zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Denn mit einem soliden Berufsabschluss in der Tasche, ist die erste Stufe der Karriereleiter bereits erklommen. Weiter nach oben geht es dann zum Beispiel mit einer Weiterbildung zum Techniker, der Meisterschule oder einem Studium. Von vielen Arbeitgebern wird ein solches Engagement übrigens gern gesehen und gefördert, denn hochqualifizierte und vor allem motivierte Mitarbeiter sind das Rückgrat jedes Unternehmens.
Für Schulabgänger bietet der Schritt in ein Ausbildungsverhältnis zudem noch einige handfeste Vorteile. Eine regelmäßige Vergütung erleichtert das Leben, die praxisorientierte Ausbildung bereitet auf den späteren Arbeitsalltag vor und die Chance übernommen zu werden, ist bei guten Leistungen und vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung recht hoch.

Was aber, wenn man sich zwischen Berufsausbildung und Studium nicht so recht entscheiden kann oder gar beides miteinander kombinieren möchte? Für diesen Fall hat Kay Senius, Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Agentur für Arbeit, eine interessante Alternative parat: das duale Studium.
„Ein duales Studium bietet jungen Menschen die Möglichkeit, eine Hochschule zu besuchen und gleichzeitig in einem Betrieb ausgebildet zu werden.“ Dies sei besonders dann von Vorteil, „wenn junge Menschen ein Abitur in der Tasche haben, und noch überlegen, ob sie studieren oder direkt ins Arbeitsleben eintauchen sollen“.
Die theoretischen Hintergründe werden dabei an der Hochschule vermittelt, während der Ausbildungsbetrieb für die Praxis zuständig ist und ein Gehalt zahlt. Für den Arbeitgeber ist dies Fachkräfterekrutierung par excellence. Denn am Ende verfügt der Absolvent nicht nur über einen Berufsabschluss und einen Bachelor Titel, er ist auch umfassend mit den Abläufen im Betrieb vertraut. Und die Sache hat obendrein noch einen gesellschaftlichen Nutzen. Wirkt sie doch dem allseits beklagten Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt und Thüringen aktiv entgegen.

Leider, so berichtet Kay Senius, ist „die Suche nach den passenden Unternehmen für ein duales Studium nicht immer leicht.“ So gebe es zwar große Firmen, die an einer solchen Form der Ausbildung interessiert seien. Doch der Bewerberansturm auf diese sei enorm. Kürzer wären die Schlangen zwar bei kleineren Unternehmen. Diese aber zu finden, erfordere Geduld. „Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Jugendlichen mit umfassenden Beratungsangeboten. Berufschecks und Tipps helfen herauszufinden, welcher Studiengang am besten zu dem jungen Menschen passt. Mit Hochschulprofilen bekommen sie einen ersten Eindruck, welche Hochschulstandorte in Frage kommen, welcher Beruf den eigenen Neigungen am besten entspricht und wo es noch freie Stellen gibt.“

 

Ansprechpartner:
Tilo Kurth
Teamleiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Halle
Schopenhauerstr. 2
06114 Halle (Saale)
Tel.: 0345 52491122

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