Der Strompreis

3. Wie beeinflussen die erneuerbaren Energien den Preis für elektrische Energie?

Fest steht, die konventionellen Energieträger wie Erdöl, Gas oder Kohle sind endlich. Marktwirtschaftlichen Prinzipien folgend, bedeutet das, je knapper die Ressourcen, desto höher steigt der Preis. Die Bundesregierung hat sich deshalb dazu entschlossen, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieversorgung bis 2020 auf 35 Prozent bzw. bis 2050 auf 80 Prozent steigern zu wollen. Damit dies gelingt, wurde u.a. im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingeführt. Diese Regelung garantiert Erzeugern (privat, öffentlich oder privatwirtschaftlich) für jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde eine feste Vergütung, die teilweise deutlich über den normalen Tarifen liegt. Das damit verbundene Einnahmeplus dient als Anreiz für die Investition in Solar-, Wind-, Geothermie-, Wasserkraft- oder Biomasseanlagen, da mit diesem in den meisten Fällen Anschaffungs- und Wartungskosten abgedeckt werden. Im ersten Halbjahr 2012 lag der Anteil der elektrischen Energie aus erneuerbaren Energien erstmals bei 25 Prozent.

Was auf der einen Seite ein Erfolg ist, zieht auf der anderen Seite aber auch immer mehr Kosten nach sich. Die Formel dabei ist denkbar einfach: Je mehr „grüner" Strom erzeugt und ins öffentliche Netz eingespeist wird, desto höher die über den Preis für elektrische Energie umgelegte Garantievergütung (siehe EEG). In der Folge steigen die EEG-Umlage und damit der Preis für elektrische Energie.

Perspektivisch betrachtet kann jedoch festgehalten werden:

  • auch ohne den Ausbau der erneuerbaren Energien und dem damit verbundenen Anstieg der EEG-Umlage wird sich die elektrische Energie verteuern (Stichwort: Verknappung der konventionellen Energieträger)
  • mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird dadurch konventionell erzeugte elektrische Energie genauso teuer bzw. deutlich teurer als „grüner" Strom

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  • _2-strompreiszusammensetzung_2012-detail
  • _3-strompreisentwicklung_1998-2011
  • _4-strompreisveraenderung_2012-2013

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