„Junior-Ingenieur-Akademie" fördert praxisnahen Technikunterricht

dts logoWas machen Forscher, Ingenieure und Wissenschaftler? Und was hat das mit meinem Schulunterricht zu tun? Ein Projekt der Deutschen Telekom Stiftung möchte jungen Menschen genau diese Fragen beantworten. Die „Junior-Ingenieur-Akademie", ein zweijähriges, technikorientiertes Wahlpflichtfach in der gymnasialen Mittelstufe, soll Schüler für MINT- Berufsbilder begeistern, ihnen den Übergang zum Studium erleichtern und sie in ihren individuellen Kompetenzen frühzeitig fördern. Dafür vernetzt die "Junior-Ingenieur-Akademie" Schulen mit Hochschulen einerseits und regionalen Unternehmen andererseits.
Die Initiative der Deutschen Telekom Stiftung soll jedoch nur Impulsgeber sein: Ihr Ziel ist es, einen praxisnahen Technikunterricht als festen Bestandteil in der Stundentafel zu verankern.

Derzeit sind 54 Schulen Teil dieses deutschlandweiten Netzwerkes. Um noch mehr von ihnen die Möglichkeit zu geben, von dem Angebot zu profitieren, schreibt die Telekom Stiftung den Wettbewerb nun erneut aus. Sie ruft Schulen dazu auf, sich mit ihren Konzepten eines technikorientierten Kurses, der Theorie und praktische Anwendung verbindet, zu bewerben.

bze schueler klTechnikkurs soll fester Bestandteil des Schulunterrichts werden
Die ausgewählten Schulen verpflichten sich, einen Technikkurs zwei Jahre lang mit drei Unterrichtsstunden pro Woche in der Mittelstufe anzubieten. Dieser soll an drei verschiedenen Lernorten stattfinden: zu je einem Drittel in der Schule, an einer Hochschule mit ingenieurwissenschaftlichem Profil und in einem Unternehmen der Region. So wird gewährleistet, dass ein Thema zunächst theoretisch erschlossen, danach vertieft und schließlich in der praktischen Anwendung erfahren wird. Der Technikkurs soll dann künftig jedes Jahr angeboten und so zum festen Bestandteil der Wahlpflichtangebote der Schule werden. Dafür erhalten die teilnehmenden Schulen bis zu 10.000 Euro, um die Kosten für Lehrmittel und die Fahrten zu Hochschule und Unternehmen zu decken.

Die Bewerbungsunterlagen können hier heruntergeladen werden. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2014.
Bis Mitte April 2014 wählt eine Expertenjury die besten Konzepte aus. Die Schulen werden zeitnah informiert und im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens offiziell in das bundesweite Netzwerk "Junior-Ingenieur-Akademie" aufgenommen.

In Halle bereiten sich gegenwärtig das Cantor-Gymnasium und das Christian-Wolff-Gymnasium auf eine Bewerbung um die Förderung im Schuljahr 2014/15 vor. Als Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft sicherten die Hochschule Merseburg und verschiedene regionale Unternehmen, darunter der Ausbildungsverbund Olefinpartner, ihre Unterstützung zu.

Die gemeinnützige Deutsche Telekom Stiftung wurde Ende 2003 gegründet und engagiert sich für eine Verbesserung der Bildung in den MINT-Fächern von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule. Das Handlungsspektrum erstreckt sich von Projektangeboten für Erzieherinnen und Erzieher über die Förderung schulischen und außerschulischen Lernens bis hin zur Vergabe von Stipendien an Nachwuchswissenschaftler und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Weiterbildung von Lehrern. So baut die Stiftung das "Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik" auf oder vernetzt Lehrer der MINT-Fächer mit Hochschulen.
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