12.11.2012 Berufsorientierung auf dem Prüfstand

Um die Berufsorientierung im Raum Halle an die Anforderungen des demografischen Wandels anzupassen, sind vor allem ein Ausbau schulischer Kompetenzen zur Berufsorientierung sowie eine erhöhte Transparenz und optimierte Verbreitung von Angeboten für Schüler notwendig. Grundlage hierfür ist eine effizientere Verzahnung der Schule mit der Wirtschafts- und Arbeitswelt. Zu diesem Schluss kommen die Forscher der Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnützige Gesellschaft mbH (isw Institut gGmbH) in ihrer gerade veröffentlichten Studie „Angebote zur Berufsorientierung im Bereich der Energiewirtschaft im Raum Halle (Saale)". Diese führten sie im Auftrag der Initiative „Jobperspektive mit Energie" durch.

Auf Basis der Studienergebnisse empfiehlt die isw Institut gGmbH ein stärkeres Engagement der Wirtschaft im Berufsorientierungsprozess. Desweiteren braucht es eine Verbesserung der Berufsvorbereitung und Ausbildungsreife der Jugendlichen auf Basis langfristiger und planmäßiger Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen. Vor diesem Hintergrund raten die isw-Experten zu neuen Projektansätzen – unter anderem zur Berufsorientierung von Gymnasiasten/innen an außerschulischen Lernorten, um vor allem praxisrelevantes Wissen zu vermitteln sowie individualisierte Angebote für leistungsschwache Schüler/innen. „Neben den genannten Empfehlungen einer verbesserten Berufsorientierung plädieren wir für deren stärkere Verbindung mit den Schwerpunkten der Regionalentwicklung. So können junge Leute frühzeitig erkennen, wo sie besondere Entwicklungschancen für ihre eigene Lebensplanung finden", so Prof. Dr. Lothar Abicht, Geschäftsführer der isw gGmbH.

Insgesamt recherchierte und analysierte die Studie 99 Projekte. Diese agieren mehrheitlich branchenübergreifend und richten sich vorrangig an Haupt-, Real- und Förderschüler. 59 der Projekte sind außerschulische, sechs schulische und 34 kombinierte Maßnahmen. Neben umfangreichen Recherchen und der Auswertung statistischer Daten wurden zudem zwölf leitfadengestützte Interviews mit Experten und Akteuren (u.a. Agentur für Arbeit, Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung) aus dem Bereich der Berufsorientierung geführt.

 

Kontakt
isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnütziger Gesellschaft mbH
Ansprechpartner: Prof. Dr. Lothar Abicht
Telefon: (0345) 5 21 360

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