21.10.2013 „Energie macht Schule“ – 3. Trendtag Energie und Bildung der enviaM-Gruppe in Halle (Saale)

• Energiewende als Unterrichtsthema
• Studie zeigt Defizite bei der Energiebildung

Zum dritten Mal laden enviaM und die bze zum Trendtag Energie und Bildung nach
Halle (Saale). Am 21. Oktober debattieren Lehrer, Lehramtsstudenten, Hochschulprofessoren
und Unternehmensvertreter in der Händel-Halle über die Energiewende
im Unterricht. Vorträge und Diskussionsrunden sollen Anregungen geben, das
Thema Energie aktiv und fächerübergreifend in den Unterricht einzubinden.

 

Wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche frühzeitig an das Thema Energie
heranzuführen, zeigt die RWE-Energiebildungsstudie. Im Auftrag der RWE Stiftung
untersuchte das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und
Mathematik (IPN) in Kiel die Energiebildung an Schulen. Zentrale Frage war: Was
wissen Deutschlands Schüler über Energie? Das Ergebnis der Studie ist
alarmierend, denn dem Nachwuchs fehlt es oftmals bereits an einfachem
Grundlagenwissen. So war vielen Schülern nicht bekannt, dass Energie nie
verlorengeht, sondern sich lediglich umwandelt. Sie vermochten auch nicht
einzuschätzen, wie hoch die durchschnittliche Leistung eines gängigen
Haushaltgerätes ist oder, dass ihre Eltern mehr Geld für Heizung als für Strom
ausgeben.
„Jungen Menschen fehlt die Einsicht in die Zusammenhänge", bilanziert Professor
Dr. Manfred Euler, bis vor kurzem Direktor am IPN, der die Studie beim Trendtag
vorstellen wird. „Obwohl die Bildungsstandards betonen, wie wichtig interdisziplinäres
Denken ist, wird Energie in den Köpfen offenbar als rein physikalische Größe
verankert", zeigt er sich verwundert darüber, dass Elftklässler beispielsweise nicht
wussten, dass ihre Muskeln chemische Energie benötigen.
Auffällig ist auch, dass das Bildungsniveau in Energiefragen und die
Unterrichtsgestaltung von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich sind. Die Unterschiede im Wissensstand in den Ländern sind beträchtlich und entsprechen
dem Wissenszuwachs von bis zu zwei Schuljahren. Sachsen liegt bei den einzeln
untersuchten Facetten, wie zum Beispiel ökologischen und ökonomischen Inhalten
zum Thema Energie, nahezu immer weit vorn. Auch Bayern und Baden-Württemberg
weisen ein hohes allgemeines Energiebildungsniveau auf. Allen Bundesländern
gemein ist der hohe Stellenwert des Themas Energiesparen im Unterricht.
Im Rahmen der Studie wurden neben rund 2.300 Schülern auch über 500 Lehrer
befragt. Die meisten von ihnen sind mit der Energiebildung an ihrer Schule
unzufrieden und würden sich selbst gern mehr dafür einsetzen. Doch oftmals fehle es
an Lernmaterialien und der entsprechenden Ausstattung für Experimente. Besonders
schwierig sei der Übergang von der Grundschule zur Sekundarschule, da vielfach
wichtige Lerninhalte zum Thema Energie in den früheren Klassenstufen nicht
ausreichend vermittelt wurden.
Die enviaM-Gruppe engagiert sich seit mehreren Jahren mit einem umfassenden
Angebot dafür, das Energiewissen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Ob
Energieprojekttag für Kindertagesstätten und Grundschulen oder ein zweijähriges
Berufsorientierung für die Klassenstufen 8 aller Schulformen - für jede Altersstufe
und Schulform ist etwas Passendes dabei. Thematisch stehen die Zukunftstrends der
Energiebranche im Mittelpunkt. Die Schüler lernen zum Beispiel wie der Strom in die
Steckdose kommt, was es mit der Energiewende auf sich hat oder warum
erneuerbare Energien heute so gefragt sind.
Weitere Informationen zum Trendtag Energie und Bildung gibt es unter
www.enviaM.de/Trendtag. Informationen zu den Energiebildungsangeboten gibt es
unter www.energie-bewegt.de/SchuleUni.

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