Partner

 

enviamRalf Hiltenkamp,
Vorstandsmitglied der Mitteldeutschen Energie AG (enviaM), Arbeitsdirektor

 

Anliegen

Das Thema Fachkräftesicherung ist ein Kristallisationspunkt für die Zukunftsfähigkeit. Immer komplexere Arbeitsprozesse stellen Unternehmen vor die Herausforderung, vor allem solche Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, die qualitativ hochwertige Arbeit verrichten können. Nehmen wir aus der Energiewirtschaft das Beispiel „intelligente Netze" wird schnell klar: Wer Netzmonteure sucht und sie von der Pike auf entwickeln will, muss gut und gerne acht Jahre dafür veranschlagen. Dieser benannte Zeitraum setzt freilich einen geradlinigen Weg von der Erstausbildung, Einarbeitung und stetiger Qualifizierung ohne Hindernisse voraus. Zunehmend treten letztere aber schon auf, bevor es richtig mit dem Berufsleben losgeht. Hier müssen wir ansetzen. Personalentwicklung ist also heute weit aus langfristiger und vorausschauender zu betreiben. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zu meisternden Energiewende.

 

hiltenkamp

 

swhRené Walther,

Mitglied der Geschäftsführung der Stadtwerke Halle GmbH, Arbeitsdirektor


Anliegen

Ein Trend der vergangenen Jahre zeigt, dass Jugendliche vermehrt nicht oder mangelhaft ausbildungsbereit aus dem schulischen Bildungssystem ausscheiden. Aufgrund dieser Tatsache gestaltet sich der Übergang zur beruflichen Bildung oftmals schwierig. Unbesetzte Lehrstellen und vermehrte Ausbildungsabbrüche sind die negativen Folgeerscheinungen. Deshalb müssen sich Maßnahmen zur Fachkräftesicherung vor allem darauf konzentrieren, die Bildungsübergänge anschlussorientierter zu gestalten. Sie sollten in der Schule, besser noch bereits in der frühkindlichen Bildung ansetzen. Neben diesem Ansatz verfolgen wir im Projekt „Jobperspektive mit Energie" aber auch das Ziel, Berufsorientierung und -vorbereitung zu stärken. Hier müssen bei Kindern und Jugendlichen gezielt Kompetenzen entwickeln werden, die auf unterschiedliche Arbeitsfelder vorbereiten und Schüler wie Eltern frühzeitig die Möglichkeiten bei der Berufswahl aufzeigen. Das Projekt soll exemplarisch also die Frage beantworten, wie Akteure des Bildungssystems besser vernetzt werden können, um die Qualität der Bildung zu steigern. Ganz wichtig dabei, von Anfang an steht uns die Agentur für Arbeit dabei zur Seite.

 

 

Walther

 

bzeSimone Krüger,

Geschäftsführerin der bildungszentrum energie GmbH


Anliegen

Wir sind uns einig: Bildung ist immer dann besonders gut, wenn die Idee stimmt und alle an einem Strang ziehen. In der aktuellen Debatte um die Energiewende wird das besonders offensichtlich. Ihr Erfolg hängt nämlich ganz wesentlich von der Qualität der Energiebildung ab. Ob Kindergarten oder Schule – wir sind gefordert, verstärkt zu erklären, wie Energie, Arbeit und Wirtschaftlichkeit in der Region zusammenhängen und welche Chancen das für den Einzelnen hier zu Hause eröffnet. So wird Bildungs- zunehmend zur Standortpolitik. Die frühestmögliche Ansprache junger Leute gehört also zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Branche. Einerseits. Andererseits müssen wir klar formulieren, welche Kompetenzen Wirtschaftsunternehmen von den Schülern erwarten, die bei uns eine Ausbildung beginnen. Auch in den Schulen müssen also Lehrpläne auf den Prüfstand gestellt werden. Sind sie noch zeitgemäß? Wie viel Praxis darf, wie viel muss sein?

 

Krüger

 

bundesagentur fuer arbeitDr. Petra Bratzke,
Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halle


Anliegen

Zwischen 2006 und 2011 hat die Zahl der erwerbslosen Sachsen-Anhalter um 100.000 abgenommen. Zum einen natürlich durch gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften. Zum anderen ist das aber auch ein Ergebnis der demografischen Entwicklung. Eine Vielzahlt von Menschen verlässt den Arbeitsmarkt und hinterlässt eine Lücke, die von der jungen Generation nicht mehr geschlossen werden kann. Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen wird auch in den kommenden Jahren sinken, während das Angebot auf mindestens gleichem Niveau bleibt oder wächst. Die Jahre, in denen unser Kerngeschäft vorrangig der Abbau einer hohen Arbeitslosigkeit war, sind vorbei. Nunmehr müssen wir uns fit machen, den demografischen Wandel aus arbeitsmarktlicher Sicht zu begleiten. Gelingt uns diese gemeinsame Aufgabe zwischen Wirtschaft und Agentur nicht, wird bereits in wenigen Jahren der Fachkräftebedarf zu einem Fachkräftemangel mutieren.

 

Bratzke

 

verantwortungspartnerAngela Papenburg,
Unternehmenssprecherin der Initiative „Verantwortungspartner für die Region Halle":


Anliegen

Mit den Verantwortungspartnern haben wir in den letzten zwei Jahren viel erreicht. Nicht nur der Kooperationsgedanke zwischen vielen beteiligten Unternehmen und Akteuren im Bereich Bildung und Ausbildung ist nach und nach gewachsen. Wir haben auch die Gremienarbeit vielerorts genutzt, um Dinge stärker aufeinander abzustimmen. Typische praktische Beispiele sind das Saline Wissenschaftscamp, die Berufsorientierungsmesse CHANCE oder die Kinderstadt. Inzwischen entstehen nicht nur Veranstaltungsideen, sondern auch Vorstellungen, wie man systematisch von Unternehmerseite zu guter Bildung und Ausbildung beitragen kann, damit junge Menschen notwendige Kompetenzen entwickeln und bei ihrer Lebensplanung unterstützt werden. So wollen wir noch 2012 mit „95 Thesen zu guter Bildung" einen Impuls setzen, Ideen im Alltag vor Ort in den Kindertagesstätten, Schulen und Bildungsprojekten mit Leben zu füllen.

papenburg

Hintergründe

Das Thema „Bildung in der Energiewirtschaft" ist vielschichtiger und damit komplexer, als es zunächst vermuten lässt. Im Jahrbuch „Energie aus Mitteldeutschland 2012" äußern sich hierzu Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und geben einen ersten Einblick.

 

Simone Krüger: „Sachlich, verständlich, emotionaler – Energiebildung auf dem Weg zu neuer Qualität"

Kay Senius: „Wende auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt"

Olaf Kreße: Personalkommunikation:Erwartungshaltungen und Kriterien im Wandel"

Ralf Hiltenkamp, René Walther: „Reibungsfreie Bildungsübergänge entscheiden mit über Fachkräftesituation in der Zukunft"

Prof. Dr. Peter Pawlowsky, Michael Völker: „Wie Hochleistungsteams besondere Herausforderungen meistern"

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